Nicht vertreten, nicht gehört? Wie Unterrepräsentation Elitenkritik in Ostdeutschland prägt
Vortrag
Mit Prof. Dr. Raj Kollmorgen (Hochschule Zittau/Görlitz)
In der Reihe „Positive Visionen für Politik und Gesellschaft“
Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden – Politisches Bildungsforum Sachsen
Eintritt frei
Ostdeutsche sind in Entscheidungspositionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft noch immer unterrepräsentiert. Diese These ist allgegenwärtig in der öffentlichen Diskussion und wird von aktuellen Zahlen, so dem Elitenmonitor von 2025 gestützt. Auch in anderen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereichen nehmen Menschen ein Ungleichgewicht wahr und erleben reale Teilhabechancen häufig als begrenzt. Trägt das zu einer wachsenden Distanz gegenüber demokratischen Institutionen und gesellschaftlichen Eliten in Ostdeutschland bei?
Der Vortrag von Prof. Dr. Kollmorgen beleuchtet, wie Populisten solche Erfahrungen und Wahrnehmungen aufgreifen, zuspitzen und politisch nutzen. Im Fokus stehen dabei auch die gesellschaftlichen Folgen dieses Prozesses: Schwächt er das Vertrauen in demokratische Verfahren und Formen politischer Beteiligung? Beschleunigt er die Polarisierung der Gesellschaft?
Prof. Dr. Raj Kollmorgen, 1963 in Leipzig geboren, ist Soziologe mit den Schwerpunkten sozialer Wandel und Transformationsforschung. Er studierte Philosophie, Gesellschaftswissenschaften und Volkswirtschafts-lehre in Berlin und promovierte 1999 in Soziologie, gefolgt von der Habilitation 2010. Nach vielfältigen akademischen Stationen im In- und Ausland ist er seit 2013 Professor an der Hochschule Zittau/Görlitz. Seit 2025 leitet er dort das Forschungsinstitut für Transformation, Wohnen und soziale Raumentwicklung (TRAWOS).
