Tübke und Italien

Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
14.06
Datum
10.00 - 18.00
Uhr

Der Leipziger Maler und Zeichner Werner Tübke (1929 – 2004) zählt fraglos zu den profiliertesten künstlerischen Persönlichkeiten der DDR. Auch über seine Heimatstadt hinaus ist er als einer der Begründer der vielbeachteten „Leipziger Schule“ international renommiert.

Das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) bewahrt seit dem Jahr 2022 nahezu den gesamten Nachlass des Künstlers und hat sich der wissenschaftlichen Aufarbeitung seines Oeuvres verpflichtet. Den zwanzigsten Todestag von Werner Tübke nimmt das MdbK nun zum Anlass, sein Werk unter einem neuen Blickwinkel zu beleuchten. Erstmals widmet sich eine Ausstellung seiner vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Sehnsuchtsziel Italien – seiner Kunst, Kultur und Gesellschaft. Der Maler unternahm in den 1970er-Jahren drei Reisen in dieses, für viele seiner Landsleute seinerzeit unerreichbare Land. Ein Wendepunkt in seiner Karriere, denn dort gelang ihm auch der internationale Durchbruch als Künstler. Intensive Erfahrungen an Orten wie Venedig, Mailand, Florenz, Rom, Capri und Sizilien spiegeln sich seither auf vielfältige Weise in seinen Arbeiten.

Zu welchen Meistern der Renaissance und des Manierismus spürte Tübke eine besondere Wahlverwandtschaft? Welche Impulse aus der italienischen Gesellschaft nahm er auf? Wie gelang es ihm sich unabhängig vom vorherrschenden Sozialistischen Realismus so intensiv mit historischer italienischer Kunst zu beschäftigen und daraus ein regelrechtes „Erfolgsrezept“ zu entwickeln? Eine Gegenüberstellung von Tübkes Gemälden und Grafiken „all’italiana“ mit Meisterwerken italienischer Renaissancemalerei, aber auch mit Vertretern der italienischen Nachkriegsmoderne sowie mit Zeugnissen der europäischen Italienrezeption soll Antworten liefern.

Am Mittwoch hat das Museum von 12.00 – 20.00 Uhr geöffnet.

Nächster Termin

Freitag, 14.06.2024

Beginn

10:00 Uhr

Lage

Map data © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA