Dreieinigkeitskirche Regensburg
Es war ein schwarzer Tag in der Geschichte von Regensburg, als im Jahr 1519 die Judengemeinde die Stadt verlassen musste und ihre Synagoge zerstört wurde. An deren Stelle wurde eine Kapelle errichtet, da hier angeblich ein Marienwunder beobachtet worden war. Möglicherweise diente dieses Wunder aber nur dazu, die Vertreibung der Juden gegenüber dem Kaiser zu rechtfertigen. Eine rege Wallfahrt begann, die einen Kirchenneubau notwendig machte. Dieser musste jedoch 1537 aufgrund der gesellschaftlichen Umwälzungen der Reformationszeiten eingestellt werden. Die als Zentralbau geplante Kirche blieb als Torso stehen, wurde aber von den Protestanten als erste Kirche Regensburgs ausgewählt, in der der evangelische Gottesdienst gefeiert wurde (1542). Erst 1860-63 wurde der Bau vollendet.