Zuckerwürfel vor rotem Hintergrund
Was es mit dem Zucker auf sich hat

Zucker ist überall: Er lockt in der Limo, versteckt sich im Ketchup und versüßt uns den Stress im Alltag. Doch für den Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen ist die Sache klar: Unser aktueller Konsum von durchschnittlich 95 Gramm am Tag ist schlichtweg „schleichendes Mästen der Massen“. In seinem neuesten TV-Projekt „Hirschhausen und der Zucker“ (ab 20.02. in der Mediathek) geht er dem süßen Nervengift auf den Grund – und liefert erschreckende MRT-Bilder aus seinem eigenen Inneren.

Bitterstoffe statt Zuckerschock

Wer Hirschhausen heute trifft, sieht einen deutlich schlankeren Mann. Sein Geheimnis? Kein Wunder-Mittel, sondern ein radikaler Geschmackswandel. „Zucker kleistert unseren Geschmackssinn zu“, erklärt er. Er selbst hat die Liebe zu Bitterstoffen entdeckt – Espresso ohne Zucker, dunkle Schokolade statt Vollmilch-Rausch. Das Ergebnis ist kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Lebensqualität. Sein MRT beweist: Das gefährliche Bauchfett ist weg, die Leber wieder fettfrei. Ein entscheidender Faktor, um chronischen Entzündungen und sogar Demenz vorzubeugen.

Die „Zero“-Falle: Warum Süßstoffe das Hirn manipulieren

Hirschhauser und der Zucker Logo
“Hirschhauser und der Zucker” bald auf ARD

Viele greifen zur Light-Limo, um Kalorien zu sparen. Doch Hirschhausen warnt eindringlich: Süßstoffe sind Teil des Problems, nicht die Lösung! In einem Selbstexperiment schickte er sein Gehirn in den Scanner, nachdem er Süßstoff getrunken hatte. Das Ergebnis: Das Belohnungssystem im Kopf reagiert wie bei einem Abhängigen. Der Körper wird getäuscht, das Sättigungsgefühl bleibt aus, und der Heißhunger auf die nächste Kalorienbombe ist vorprogrammiert. „Eigentlich müsste auf jeder Cola-Zero ein Warnhinweis stehen“, so der Mediziner.

Politischer Klartext: Die Forderung nach der Zuckersteuer

STOP aus Zuckerwürfeln geschrieben
Stop!

Warum ist gesundes Essen eigentlich so teuer und Zuckerwasser so billig? Für Hirschhausen ist das „absurd, dumm und traurig“. Er fordert – wie viele Experten und Politiker – endlich eine wirksame Zuckersteuer nach internationalem Vorbild. Während andere Länder bereits Erfolge feiern, schützt Deutschland laut Hirschhausen noch zu sehr die Interessen der Industrie. Sein Appell: Obst und Gemüse müssen für jeden bezahlbar sein, während überzuckerte „Erfrischungsgetränke“ deutlich teurer werden müssen.

Achtung, Fake-Falle!

Ein ernstes Thema am Rande: Aktuell kursieren viele KI-gefälschte Werbevideos, in denen Hirschhausen angeblich Abnehm-Wunderpillen empfiehlt. „Das ist die moderne Pest“, warnt er. Er rät zur absoluten Skepsis bei Online-Werbung, die unrealistische Heilversprechen macht. Für seine nächste Doku sucht er sogar Betroffene, die auf solche „Deepfakes“ hereingefallen sind.

Hier zu schauen:

Was: Hirschhausen und der Zucker

Wann: Montag, 23.02.2026 um 20:15 Uhr im Ersten (oder vorab ab 20.02. in der ARD Mediathek).